Unsere Geschichte

Aus Meer wird Land. Die Geschichte des Noordoostpolders ist voller spannender Geschichten. Nicht nur über die technischen Glanzleistungen, die für die Trockenlegung erbracht wurden, sondern auch über die Menschen, die das neue Land nach den Strapazen des Zweiten Weltkriegs und einem strengen Auswahlverfahren aufbauten. Hier, auf dem Boden der Zuiderzee, ca. vier Meter unter dem Meeresspiegel, ist nicht nur die Geschichte des Noordoostpolders ablesbar. Hier wird die Geschichte der ganzen Niederlande erzählt.

Schokland

© Bart Hendrix

fragiles Land in der wüsten Zuiderzee

Wer in die niederländische Geschichte eintauchen will, besucht das Weltkulturerbe Schokland. Diese Insel auf dem Trockenen war einst ein schneidiges, aber fragiles kleines Stück Land in der wüsten Zuiderzee. Vor ungefähr 12.000 Jahren lebten hier bereits Jäger und Sammler. Im Mittelalter waren es hauptsächlich Bauern, die hier Vieh hielten und Getreide anbauten. Seit dem 12. Jahrhundert wohnten die Schokländer auf ihren selbst angelegten Warften mit den Namen Zuidpunt, Zuidert, Middelbuurt en Emmeloord. Nur auf diesen Hügeln waren sie vor der Zuiderzee sicher, die immer mehr von der Insel verschluckte.

WENN MAN GENAU HINHÖRT, KANN MAN DAS MEER NOCH HÖREN

Een bevroren landschap onder een roze lucht. In de verte zie je een klein huisje op Schokland in de Noordoostpolder.

Een bevroren landschap onder een roze lucht. In de verte zie je een klein huisje op Schokland in de Noordoostpolder.

© Lucas Kramer
En raampje waardoor je een klein huisje en een torentje kunt zien. Op Schokland in de Noordoostpolder.

En raampje waardoor je een klein huisje en een torentje kunt zien. Op Schokland in de Noordoostpolder.

© Michiel Leegerstee

der Kampf endet

Im Laufe der Jahrhunderte ging die Landwirtschaft in Fischerei, Schifffahrt und Handel über. Im 13. Jahrhundert bot die Leeseite im Osten von Schokland bei Sturm Schutz gegen die Koggen der Hanseflotte und im 17. Jahrhundert gegen die Ostindienfahrer. Die Stadt Amsterdam erwarb 1660 den nördlichen Teil von Schokland. Dieser hieß damals noch Emmeloord und gehörte zur Region Holland. Der südliche Teil der Insel hieß Ens und gehörte zu Overijssel. Erst 1806 wurden die beiden Teile unter dem Namen Schokland vereint. 1859 siegte die Zuiderzee über die 635 noch verbliebenen Inselbewohner. Die Regierung zwang sie, Haus und Herd zu verlassen und auf dem Festland eine neue Existenz aufzubauen. 

Nach Schokland

EINE VORBILDHAFTE FORMBARE GESELLSCHAFT

AUSWAHLVERFAHREN

Zwart wit foto waarop twee mannen in een geul aan het werken zijn aan de drooglegging van de polder.

Zwart wit foto waarop twee mannen in een geul aan het werken zijn aan de drooglegging van de polder.

© Batavialand

Neuland

Wer sich nach der Trockenlegung in der fruchtbaren Noordoostpolder niederlassen wollte, musste strenge Anforderungen erfüllen. Niemand bekam einfach so einen Bauernhof, ein Haus oder auch nur Arbeit. Nur Menschen, die das Neuland zu einem Erfolg machen können würden, durften herziehen. Nie zuvor hatte die niederländische Regierung so stark in die Bevölkerung eines Gebiets eingegriffen. Die Kandidaten wurden nach Alter, Familienstand, Finanzen und Ausbildung ausgesucht. Anschließend besuchten spezielle, mit Bewertungsformularen gewappnete Beamte diese Leute, die im Noordoostpolder ein neues Leben aufbauen wollten. Sie schauten in den Wäscheschrank der Hausfrau, fragten die landwirtschaftlichen Fachkenntnisse ab und untersuchten, ob die Kandidaten sich aktiv für die Gemeinschaft einsetzten. Und alles nur zu einem Zweck: dem schnellen und gezielten Aufbau einer idealen Gesellschaft. Nur die Landwirte, die nach der Sturmflut in Zeeland ihren Hof verloren hatten, durften sich im Noordoostpolder niederlassen, ohne am Auswahlverfahren teilzunehmen.